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Seite 1 von 2 Unser erster Angeltrip nach Norwegen im letzten Jahr war aus Sicht der geplanten Hechtangelei mehr oder weniger ein Reinfall. Auch wenn das Großgewässer sein Hechtpotential in 2010 aufgezeigt hatte, so waren wir damals Anfang Mai auch wegen des langen Winters deutlich zu früh dran. Mein Personal Best vom letzten Jahr und die für uns sensationellen Barschfänge hatten uns jetzt dazu bewegt dieses Jahr trotzdem nochmal an dem gleichem Gewässer anzugreifen.
Das Team war fast das gleiche, Stefan, Jens und ich wurden diesmal erstmalig von Torsten begleitet. Er ersetzte meine Frau, die sich statt dem Spinnfischen erstmal vermehrt unserem Nachwuchsangler widmen muß.
Leichte Bedenken hatte ich ja schon, waren doch Jens und Torsten ausgewiesene Barschfanatiker, und auch Stefan ist im letzten Jahr von diesem Bazillus befallen worden. „Mein Boot ist das Hechtangelboot, auf Eurem Leihboot könnt ihr ja dann gezielt den Barschen hinterherstellen“ war mein ausgegebenes Motto. Ich selbst habe ja nichts gegen Barsche, dann sollen sie aber gefälligst Ü40 sein und auf meine Hechtköder beißen. Dumm nur wenn das dann nicht läuft und mein Bootspartner über 50 Fische im Boot hat, ich aber vielleicht nur 5…
Nachts durchgefahren kamen wir noch Vormittags am Ziel an. Schnell das Quartier bezogen, Boot getrailert und um 12 Uhr waren wir startklar auf dem Wasser. Da wir wechselnde Teams vereinbart hatten, jeder konnte mal 3 Tage bei mir mitfahren und den Vorteil des neuen i-Pilot E-Motors geniessen, startete ich mit Stefan.
 Zum Glück hatte ich noch einige „Highways“ zum schnellen Stellungswechsel in meinem Kartenplotter gespeichert, mangels Seekarte hatten wir im Vorjahr ja einigen deftigen Grundkontakt. Somit waren wir auch schnell an den ersten Angelplätzen.
Nachdem es im letzten Jahr auf Hecht extrem zäh lief, ließ es sich diesmal direkt gut an. Am zweiten Platz gleich der erste Kontakt bei Stefan, Aussteiger. Kurz danach ein weiterer Kontakt, ein knapper 90er, wieder ausgestiegen. Pech zwar, aber dafür haben wir im Vorjahr 2 Tage gebraucht…
Der dritte Kontakt dann der erste Fisch, diesmal aber nur ein kleiner Zander.
 So ging es dann locker weiter, wir fingen einige Fische und sind für den ersten halben Tag zufrieden. Die Fische sind definitiv am Laufen…
 Auf dem Wasser trafen wir dann irgendwann auch Jens und Torsten. Sie konnten ebenfalls einige gute Hechte fangen, quasi als Beifang beim Barschangeln. Kurz nach der Laichzeit zwar noch leicht magersüchtig, aber am leichten Gerät schon wieder gute Kämpfer.
 „Zufall“ denke ich mir, „die großen Hechte werden dann schon besser auf die großen Köder beißen“. Aber weit gefehlt…
Am nächsten Tag das gleiche Bild. Während Stefan und ich mit Hechtködern zwar hier und da einen Hecht, Zander oder auch mal Barsch einsammeln, räumen Jens und Torsten mit Kleinködern richtig ab, und auch der eine oder andere 90er Hecht ist dabei. Zusätzlich kann Torsten seinen bisher größten Barsch mit 45cm verhaften.

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